VERTRAU MIR

800 Tage nach Osten

Live Vortrag · 120 Minuten

Nach zwei Jahren zu Fuß und per Anhalter von Wien bis nach Indien kam ich Ende 2024 zurück. Als ich mit meinem kaputten Fahrrad aus Pakistan bei einer Wiener Gemeinschaftswerkstatt anklopfte, luden sie mich spontan ein, meine Geschichte auf einer Bühne zu erzählen. Ein paar Monate später stand ich mit dem 1. Platz beim Discovery Days Festival.

Bis die Reise weitergeht, verarbeite ich meine Erlebnisse in einem abwechslungsreichen Vortrag und freue mich über Anfragen für neue Auftritte.

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Der Vortrag

Mit 21 Jahren bricht Valentin Macke auf. Er trampt nach Osten: Türkei, Kaukasus, Iran, Pakistan, Indien. Dann mit einem alten Drahtesel aus Pakistan zurück durch Afghanistan, Kasachstan und Russland. Das Abenteuer führt von Dschungel und Wüsten bis ins Hochgebirge. Unterwegs vertraut er auf Lastwagenfahrer, Nomaden und Taliban.

Für Valentin Macke zählen nicht die Kilometer, sondern die Begegnungen. Er wandert mit Nomaden durchs iranische Hochland und lernt von ihnen schmerzhafte Lektionen über Freiheit. Er schläft in Schneehöhlen, auf Lastwagen, in Tempeln und auf einer Hochhaus-Baustelle in Dubai. Er trampt auf Traktoren, Pistenraupen und Eseln. Dann steht er an einem Checkpoint in Afghanistan, reicht einem Taliban-Kämpfer die Hand und trinkt mit ihm Tee. Diese Begegnungen lassen sich nicht planen – sie passieren, weil er sich darauf einlässt.

Dennoch warten überall Gefahren. Im Grenzgebiet zu Myanmar verirrt sich Valentin Macke tagelang - ohne Einreiseerlaubnis muss er sich zwischen kämpfenden Stämmen durch den Dschungel schlagen. In Belutschistan findet er sich nachts von bewaffneten Männern umzingelt. Und mitten in der afghanischen Wüste bricht sein altes pakistanisches Fahrrad zusammen. Jedes Mal, wenn er an seine Grenzen kommt, sind es die Einheimischen, die ihn retten. Menschen, die selbst wenig haben, aber alles geben.

Visuell packend, emotional offen und selbstironisch nimmt Valentin das Publikum mit auf seine Reise. Er erzählt von Einsamkeit und Freundschaften fürs Leben, von absurden Situationen und ehrlichen Momenten der Überforderung. Offen setzt er sich mit seinen Privilegien auseinander: dem perfekten Reisepass, dem Weiß-Sein, der Familie, die ihn gehen lässt und wieder auffängt.

Es ist eine Geschichte darüber, was passiert, wenn man seine Vorstellungen loslässt und der Welt mit radikaler Offenheit begegnet. Tief emotional, bildgewaltig und keine Sekunde langweilig.

Über die Person

Valentin Macke (geb. 2000) wuchs in Wien als jüngstes von vier Geschwistern auf. Seine Leidenschaft fürs Reisen entwickelte sich früh, geprägt durch Familienurlaube mit Zelt, Kanu und Fahrrädern. Mit 14 brachte er sich Videoschnitt und Animation bei und arbeitete während der Schulzeit in Studios in Amsterdam, Casablanca, Berlin und Wien. Nach einigen Jahren als Art Director für YouTube-Kanäle hatte er im Herbst 2022 genug Geld zusammengespart, um auf seine grosse Reise aufzubrechen.

Heute verarbeitet Valentin Macke seine Erlebnisse in Vorträgen und arbeitet an seinem Crowdfunding-finanzierten Kinofilm «Nomade auf Zeit». Als Dokumentarfilmer für die YouTube-Kanäle «fern» und «Simplicissimus» dreht er Reportagen für ein Millionenpublikum, zuletzt in Äthiopien, Fidschi und Afghanistan. Wenn er nicht gerade irgendwo in der Welt mit dem Daumen ausgestreckt auf der Strasse steht oder am Computer sitzt und Videos schneidet, findet man ihn auf dem Meditationskissen, in ein Buch vertieft, auf einer Bergspitze, beim Tanzen oder als Percussionist in seiner Band. Am liebsten aber verbringt er Zeit mit seiner Familie und seinen drei Geschwistern.

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